Substantiv · n

Prunzji

ds Prunzji

kleiner Hafen (ev. von Bronze, der Bronzene) für grössere Häfen brauchte man den Begriff Erezhafo, Erzhafen [AI, II/1985, 41] noch grössere wurden dann als Chessi bezeichnet

Verwandte Wörter

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Erezhafo

Erzhafen, kleinere Häfen wurden aus Erz gegossen (Gusseisen) und nach dem Material bezeichnet, grössere aus Kupfer geschmiedet = Chessi

Wiip

Weib; wie im Hochdeutschen hat dieser Begriff auch im Dialekt eine Bedeutungsverschlechterung erfahren und wird eher abschätzig verwendet, as aalt Wiip, ein altes Weib; Alltagswort und die erste Bezeichnung für Frau, bzw. meine Frau ist es noch im Walserdeutschen der Südwalser (Pomatt, Gressoney etc.). Näbu du ma güetu Ma ischt äss liechts as güet Wiip z sii. Neben einem guten Mann ist es ein leichtes, ein gutes Weib zu sein (SV, Sprichwort, 66). Gip dum Bärr as Wiip, de stilled er. Gib dem Bär ein Weib, dann beruhigt er sich. Dieses Sprichwort beinhaltet die uralte Erkenntnis, das die Ehe einen wesentlichen Domestizierungseffekt hat (SV, Sprichwort, 119). Daa was aalt Wiip der Grint setzt, mag nu as Stieri nit umgidreeju. Wo ein altes Weib seinen Kopf setzt (Willen hat), vermag auch ein Stier ihn nicht zu drehen (Altersstarrsinn, SV. Sprichwort, 147)

der Suww ins Fittlo

Redensart, sehr abgelegen, irgendwo im Nirgendwo; spöttisch wurden von den Lötschern (Löschental) oder den Saasern gesagt: Der Suww ins Fittlo und drii Stunde veri ischt Leetschu/Saas; der Sau am Arsch (sehr abgelegen) und dann noch drei Stunden weiter ist Lötschen, Saas.

Cheeser, Cheeseri

Käser, Käserin; dieser Ausdruck wurde selten verwendet, meist brauchte man: Sänner, Sänneri

Hämlifänner

wenn der Hemdspitz aus der Hose guckt, du bischt de hinnerna no an Hämlifänner, dir guckt dann hinten noch der Hemdzipfel aus der Hose

härrdibullje

Ausruf, Verstärkung von härr, mit diesem Ausruf erregt man die Aufmerksamkeit und dann geht die Tirade los: härrdibullje, Botsche, chänt ier nit üffpasse, zum Teufel noch mal, Knaben, könnt ihr nicht aufpassen

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