diräckt
direkt: räumlich, är woont diräkt näbu mier; zeitlich: är chunt diräkt naa dum Amt
Verwandte Wörter
AlleWiip
Weib; wie im Hochdeutschen hat dieser Begriff auch im Dialekt eine Bedeutungsverschlechterung erfahren und wird eher abschätzig verwendet, as aalt Wiip, ein altes Weib; Alltagswort und die erste Bezeichnung für Frau, bzw. meine Frau ist es noch im Walserdeutschen der Südwalser (Pomatt, Gressoney etc.). Näbu du ma güetu Ma ischt äss liechts as güet Wiip z sii. Neben einem guten Mann ist es ein leichtes, ein gutes Weib zu sein (SV, Sprichwort, 66). Gip dum Bärr as Wiip, de stilled er. Gib dem Bär ein Weib, dann beruhigt er sich. Dieses Sprichwort beinhaltet die uralte Erkenntnis, das die Ehe einen wesentlichen Domestizierungseffekt hat (SV, Sprichwort, 119). Daa was aalt Wiip der Grint setzt, mag nu as Stieri nit umgidreeju. Wo ein altes Weib seinen Kopf setzt (Willen hat), vermag auch ein Stier ihn nicht zu drehen (Altersstarrsinn, SV. Sprichwort, 147)
fadugrat
fadengerade, direkt
Galdoor
Wasserkessel, Wasserkocher (auf der Ofenplatte); Heizkrug der direkt auf die Herdplatte gestellt wird
Siita
1. Seite; 2. Lende; mier tüet d Siita wee, mir schmerz die Seite; 3. Buchseite
weich
1. weich; z.B. weicher Käser; 2. schwach, weich, kränklich; mier ischt weich, ich fühle mich schwach, kränklich; faam, liis und weich haben alle dieselbe Bedeutung
darr
1. örtlich: darrtüe, hinlegen; 2. zeitlich: manchmal, hie und darr, hie und da; hin, dar